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Biofilm-Forschung

Implantate mit Plaquebelägen
Bakterien auf Implantatoberfläche

Dentale Implantate sind eine immer häufiger gewählte Therapieoption bei der zahnärztlichen Behandlung, wenn Zähne in Folge von Karies, Parodontitis oder eines Unfalls zu Verlust gegangen sind. Auch bei einer zunehmenden Zahl älterer, zahnloser Patienten kommen sie bei der zahnärztlich prothetischen Versorgung zum Einsatz. Sie bestehen heute in der Regel aus Reintitan oder Titanlegierungen und werden im Kieferknochen in Form von Schrauben oder Zylindern verankter. Als künstliche Zahnwurzeln tragen sie  Kronen und Brücken oder dienen zur Fixierung von Prothesen und leisten damit einen wertvollen Beitrag zur Steigerung der Lebensqualität. Allein im Jahr 2010 wurden weltweit mehr als zehn Millionen Implantate von der Industrie verkauft.

Trotz einer relativ hohen Überlebensrate dentaler Implantate um 95%, ist jedoch auf der anderen Seite eine zunehmende, erhebliche Zahl von Implantatverlusten zu erwartender. Die Ursachen liegen zum einen in einer ungenügenden Einheilung in den Knochen (Osseointegration), zum anderen in entzündlichen Prozessen (Periimplantitis), die ähnlich einer Parodontitis zu Knochenrückbildung und Implantatverlust führen können. Ursächlich für diese peri-implantären Erkrankungen sind die Bakterienbesiedelungen und Biofilmbildungen (Plaque) im Bereich der Durchtrittsstelle des Implantates durch die Mundschleimhaut. Optimierungen der knöchernene Einheilung können, wie aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, durch hydrophile, gut benetzbare Implantate erzielt werden.

Beide Problemfelder, Verbesserung der Osseointegration und mikrobielle Besiedlung, werden in Kooperationen thematisiert und es wird systematisch nach Lösungen gesucht.


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Geladene Dendrimere
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